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Teneriffa ist die letzte der von den Spaniern im 15. Jahrhundert eroberten und dadurch 'wiederentdeckten' Hesperiden, der Inseln der Glückseligkeit, wie sie in der Antike, zurückgehend auf Plinius den Älteren, genannt wurden. Hier endete die Eroberung der anderen Kanarischen Inseln zunächst durch die Franzosen, später durch die Spanier. Ursprünglich besiedelt sind die Inseln seit dem 3. Jahrtausend vor Christus oder früher. Die archäologischen Schriftfunde weisen auf eine gemeinsame Abstammung mit der minoischen Kultur hin (Linear-A-Schrift, die bis heute nicht dechiffriert ist). Andererseits bestehen prähistorische Verbindungen nach Mittel- und Südamerika. Siehe vor allem die 'Pyramiden von Güimar', etwa 5 Km von Eridanos entfernt, mit vielen Hinweisen auf eine gemeinsame Kulturstufe mit den Azteken.
Die bis ins 15. Jahrhundert übliche und von den Eroberern bezeugte regelmäßige Mumifizierung der Verstorbenen und die gefundenen Reste der Bauwerke sprechen ebenfalls für einen gemeinsamen Ursprung dieser Kulturen. Die Urbevölkerung der Kanarischen Inseln, die Guanchen (= Söhne des Teide), sind bislang bezüglich ihrer etnischen Herkunft sicher zuordenbar. Die großen blonden Gestalten, die von den spanischen Eroberern beschrieben wurden, sprechen neben vielen anderen Hinweisen für eine ursprünglich keltische Herkunft.

Das Besondere dieser friedfertigen Kultur gründet wohl auf dem komplexen Zusammenspiel dreier gegensätzlich erscheinender Faktoren:

- bereits im dritten Jahrtausend vor Christus hatte ihre Religion einen einzigen Gott: Abora (und einen, in den Vulkanen eingeschlossenen Gegenspieler: Guayote)
- die Erbfolge der regierenden Könige (Menceyes) war mutterrechtlich geregelt
- auf den Kanarischen Inseln gibt es keinerlei Erze oder Metalle in der Lavageologie (Fernhandel gab es nicht, sodass diese Kultur bis ins 15. Jahrhundert ohne Metallgegenstände existierte !)

Die Einwohner werden von den Eroberern als äußerst intelligent, gutmütig, friedfertig und vertrauenswürdig beschrieben.

Die Hauptmasse Teneriffas entstand durch unterseeischen Vulkanismus im Tertiär und Quartär, jedoch kamen vor etwa 5000 Jahren und in der Neuzeit im 18. Jahrhundert weitere Ausbrüche hinzu. Das Klima Tenriffas ist ein subtropisches Meeresklima mit milden Wintern und mild warmen Sommern. Dafür sorgen der sogenannte Kanarenstrom und der von Homer als 'lieblichen Säuselwind“ bezeichnete Nordostpassat, hier Hamatan genannt. Anders als bei den sehr heftigen Winden der flachen östlichen Inseln (Fuerteventura und Lanzarote) sind die Winde im Tal von Candelaria durch das Teidemassiv gebremst und treten meist nur als milde abendliche Fallwinde des nahen Gebirges und seiner Wälder auf.
Die Flora ist sehr artenreich und gekennzeichent durch viele Arten, die nur hier gedeihen (sogeannte endemische Pflanzen): sehr eindrucksvoll: der Teide-Natterkopf und andere, die auch für Mittelamerika typisch, sehr unscheinbar und heilkräftig, vor allem als Tee zum Entgiften (zum Beispiel nach Chemotherapie), sind: die » Pasote (Chenopodium ambroisoides). Die Tierwelt ist ebenfalls vielgestaltig. Auf dem Gelände von Eridanos finden sich viele Vogelarten, darunter zwei in der Nähe brütende Eulen.
Angesichts der südlichen Lage verwundert es sehr, dass es trotz des warmen Klimas keinerlei giftige Tiere (keine Schlagen oder Skorpione) gibt.
Weite Teile Teneriffas sind (UNESCO) Biosphärenreservat. In den Lavagebieten der jüngsten Ausbrüche des 18. Jahrhunderts (1704 oberhalb des Tals von Candelaria) beginnt sich das Leben in Form vielfältiger Flechten gerade erst zu regen. Die Luftqualität Teneriffas kann – ausserhalb der Touristengebiete und grossen Städte und im Einklang mit den internationalen Standards der Beurteilung durch Flechtenbiotope – als herausragend bezeichnet werden.
Im Altertum hörte hier 'die Welt auf': 'Die Welt hört hier auf, wo das Meer nicht mehr schiffbar ist, wo sich die Gärten der Hesperiden ausbreiten, wo Atlas mit seinem kegelförmigen Berg das Gewicht des Firmaments trägt.' (Herodot, 5. Jahrhundert vor Christus). Dieser 'kegelförmige Berg' ist nach weitgehender Übereinstimmung der 3716 m über den Meeresspiegel herausragende Teide. In Wahrheit ist der Teide jedoch einer der höchsten Berge der Welt, da der Meeresgrund hier unmittelbar um über 4500 m abfällt. Ob sich hier in der Tiefe wirklich der sagenumwobende Kontinent 'Atlantis' befindet, wie viele Experten behaupten, soll hier offen bleiben. Und Ptolemäus markiert im 2. Jahrhundert v.Chr. dieses Ende der Welt, indem er den Nullmeridian seiner Weltkarte durch El Hierro, die westlichste der Kanarischen Inseln hindurch laufen läßt. Erst seit 1884 wurde der Nullmeridian durch internationale Übereinkunft in den Londoner Stadtteil Greenwich verlegt.

Homer faßt das Klima der Inseln im weiteren Sinne so:

'...die Götter führen dich einst an die Enden der Erde,
In die elysinische Flur, wo der bräunliche Held Rhadamanthys
Wohnt und ruhiges Leben die Menschen immer beseligt:
Dort ist kein Schnee, kein Winterorkan, kein gießender Regen,
Ewig wehn die Gesäusel des leise atmenden Windes,
Welche der Ozean sendet, die Menschen sanft zu kühlen.'